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Samstag, 24. September 2011

Herbstwald

 Ich habe keine Ahnung, wieso das so ist, aber wenn es Herbst wird, dann bin ich gerne im Wald. Natürlich eher bei Sonnenschein als im Regen. Oder im Nebel. Ich bedaure zutiefst, daß der Sommer zuende geht. Wirklich, denn ich bin ein Sommerkind. Für mich könnte fast das ganze Jahr über Sommer sein. Wahrscheinlich fand ich es deshalb in Down Under und den Emiraten wettertechnisch auch ideal für mich.

Aber: mir ist aufgefallen, daß ich im Sommer wenig Landschaft fotografiert habe. Ich fand das Licht irgendwie...uninteressant. Abendlicht ist sehr hübsch, aber im Sommer liegt die Abendsonne genau dann, wenn es irgendwie ungünstig ist. Das Licht tagsüber ist grell. Im Herbst oder Frühjahr hingegen erwischt man das tolle Licht auch, wenn man mal nicht so früh oder spät unterwegs sein kann. Das Licht ist weicher. Ich liebe ja auch das Licht im Winter, es hat eine ganz eigene Qualität. Sonne versteht sich. Fadgrau naßkalter Matsch ist was ganz anderes.

Die Farben kommen hinzu. Wenn man nicht gerade ein paar bunte Blumenwiesen in der Nähe hat, ist der Sommer in Deutschland ausgesprochen grün. Naja. Irgendwann wird das ein bißchen fad. Der Herbst und der Frühling sind einfach bunter. Der Wald, die Umgebung gewinnen an Struktur, an Kontrast - wir haben nämlich nicht das Glück in einer ausgesprochen fotogenen Landschaft zu wohnen. Immer sind irgendwelche Felder und Häuser im Weg, es ist wenig Gewässer in der Nähe und irgendwie ist die Ecke hier hübsch aber fototechnisch gesehen eher langweilig. Außerdem riecht der Wald im Herbst so gut.

Das Schöne an einer vertrauten Umgebung ist auch, daß der Zwang "Perfekte Fotos" zu machen nicht vorherrscht. Das ist mir heute bewußt geworden. Vertrautes kann langweilen, aber es eröffnet auch Möglichkeiten: Schließlich kann man ja morgen wiederkommen, wenn die Fotos nichts geworden sind. Im Urlaub z.B. ist der Druck, schöne Erinnerungen, perfekte Bilder zu schaffen einfach größer. Daher kann ich es auch durchaus genießen, durch den vertrauten Wald zu gehen, den ich schon X-Mal durchquert habe und mir die Freiheit lassen, mit der Kamera ein wenig zu experimentieren. Außerdem wollte ich wissen, ob sie wieder geht wie eh und je.

Wenn nur nicht jede Ecke im Wald gleich aussehen würde, beim heutigen Waldspaziergang sind wir eine Stunde im Wald herumgeirrt und haben den richtigen Parkplatz gesucht. Machte aber irgendwie auch nichts. Der Kleine hat Herumgepottert (sprich: er ist als Zauberer auf seinem "Besen" umhergesaust) und ich habe Bucheckernkauend ein bißchen fotografiert.




Schön wars. Würden wir ja morgen wiederholen aber in der Nähe ist Apfelernte mit Apfelsaftherstellen.

Freitag, 26. August 2011

Erzähl mir was - “Storytelling” in der Fotografie (Teil 1)

Und weiter geht es mit den Fototutorials. Diesmal habe ich mir zu der Forderung des "Storytellings" in der Fotografie Gedanken gemacht. Ich stolpere ständig darüber, daß man in diesem Forum, in jenem Blog, in welchem Buch fordert, eine Story mittels eines Fotos zu erzählen. Aber wieso? Warum? Ich dachte nach und dachte, daß das vielleicht ein nettes Thema für meine Tutorialreihe sein könnte, die, ich gestehe, regelmäßiger erscheinen könnte. Diesmal also eher ein kreatives denn technisches Problem könnte man sagen...(was übrigens auch bedeutet, daß ich hier sehr subjektiv argumentiere. Das ist meine Meinung (also, im zweiten Teil dann), keine objektiv nachvollziehbare Sache - was heißen soll: es ist legitim eine vollkommen andere Auffassung zum Thema zu haben. Der erste Teil jedoch ist eher Theorie und davon habe ich Ahnung was heißen soll: glaubt es mir einfach...;-))

Dieses Bild dient keinem besonderen Zweck sondern nur dazu, das Posting ein wenig aufzulockern und davon abzulenken, wie lang es eigentlich ist.

Wann immer man ein Fotografielehrbuch aufschlägt, eine Internetseite zur Fotografie aufruft, sich in irgendwelchen Fotografieforen herumtreibt: irgendwann wird man unweigerlich auf den Punkt stoßen, wie wichtig es sei, eine “Geschichte” in der seiner Fotografie zu erzählen. Es ist nahezu vollkommen egal, welches Buch man aufschlägt. Immer wieder liest man die Forderung, eine “Geschichte” zu erzählen. Ein Foto ohne “Story” ist, glaubt man den Schreiberlingen, wertlos. Ganz egal, wie gut das Foto sonst sein mag und ganz egal, welches Sujet gezeigt wird. Landschaft - erzähl’ eine Geschichte, dann wird es besser. Food-Fotografie? Erzähl’ eine Geschichte. Fashion? People? Product? Blümchenmacros? Erzähl’ eine Geschichte. Kurz: Sag mir was mit dem Foto, sonst verschwende ich meine Zeit nicht damit.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Kreativer Frust

Kreativer Frust - ich habe das Gefühl, daß kaum Zeit bleibt, wirklich kreativ zu arbeiten. Zwischen Kind, Haushalt, Alltagskram, Ehemann, Telefonaten mit der Familie, Papierkram, Aufsetzen der Selbständigkeit und - ja, immer noch - der Unvollendeten, die mir wie Blei im Magen liegt (ich gebe zu, ich vergesse sie über Wochen, bis mir siedendheiß einfällt, daß ich um Himmels willen endlich die Fußnoten in Ordnung bringen muß. Das ist alles. Wirklich. Nur noch drei Fußnoten!!!). Gerade erst war es wieder so ein Tag. Die Woche hat angefangen mit einem (teilweise überflüssigen) Arztbesuch, Hetze zum Arbeitsplatz des Mannes, um den Blumenstrauß abzuholen, zum Kindergarten, zur Playgroup, zum Geschenkkaufen, zum DVD-Abgeben, zum Kochen. Heute ging es ähnlich: Logopädin, Kindergarten, überfällige Büchereibücher, Kindergarten, Geburtstag und jetzt wollte das Kind trotz fünfstündigen Bauernhofaufenthalts nicht wirklich ins Bett. Liegengeblieben ist eine Menge. Haushalt. Papierkram. Fotos, die ich eigentlich noch verschicken muß. Dringende Recherchearbeiten.

Und so läuft mir Tag für Tag die Zeit davon. Irgendwie ist nie genug Zeit da, um der Kreativität Raum zu geben. Dem bißchen, was noch da ist. Denn: Kreativität braucht Zeit. Zeit zu wachsen. Es muß nachgedacht werden über Dinge, die ausgedrückt werden wollen. Nimmt der Alltag Überhand, dann bleibt nichts mehr, was noch gesagt werden muß, denn man nimmt sich nicht den Raum, nachzudenken. Nachdenken über das, was man zu sagen hat, über das, was noch übriggeblieben ist von dem, was man sagen will. Nachdenken über das, wie man das ausdrücken will, ob es nun jemanden interessiert oder nicht. Auf diese Weise - durch das Überhandnehmen des Alltags, Überhandnehmen der "wichtigen" Dinge - ist meine Malerei eingegangen, eines kläglichen Todes gestorben. Das Desinteresse hat gewonnen, denn zu mühsam ist die Beschäftigung mit Pinsel und Farbe.

Zum Glück gibt es ja die Fotografie, die, wenngleich nicht viel weniger schwierig, in weniger Zeit bewältigt werden kann - eine sehr verführerische Illusion. Denn auch bei der Malerei, man sollte sich das klarmachen, geht es nicht um das Malen an sich. Malen kann jeder Depp lernen. Es geht um das Meistern der Technik, bis sie so weit verinnerlicht ist, daß sie intuitiv wird. Das ist die Leichtigkeit, der Eindruck der Mühelosigkeit, der bei den wirklichen Meistern immer wieder in den Bildern zum Vorschein kommt. Schwieriger ist es, das Bild zu meistern. Komposition, Aussagekraft, nicht nur ein Bild zu schaffen, sondern ein Bild, das in dem Akt der Betrachtung beim Betrachter etwas auslöst: eine seelische Regung, Nachdenken, Überwältigung. Und genau darum geht es doch im Grunde auch bei der Fotografie, jedenfalls bei der Art Fotografie, die nicht für irgendwelche Stockagenturen, Werbung etc. gemacht wird, sondern der Fotografie, die kreativer Ausdruck ist. Die Technik ist eine andere, das Ziel ist dasselbe.

Aber um kreativ zu sein, braucht es Zeit, denn Kreativität ist ein Akt des Suchens. Und für diese Suche kann man keine Ablenkung gebrauchen. Sie ist nicht "eben mal so" dahingeschludert. Sie passiert nicht schnell, schnell zwischen Küche und Kindergarten. Sie kann nicht in der Zeit erfolgen, die ich mir abknapse, um zu fotografieren. Schnell, schnell, noch raus um das Licht auszunutzen. Suche nach dem idealen Standpunkt? Egal, keine Zeit. Warten auf den genau richtigen Moment? Keine Zeit, ich habe nur eine halbe Stunde. Und so weiter. Geduldiges Arrangieren und Rearrangieren, um die Komposition zu finden - keine Zeit, es muß auch so gehen. Und so knipse ich vor mich hin, ohne mir wirklich Zeit zu nehmen, meine Fotografie zu überdenken, zu überlegen, zu warten, zu suchen, mich zu fragen, was ich eigentlich erreichen will. Und ärgere mich hinterher über die Ergebnisse, weil ich nicht vorher durchdacht habe, was ich eigentlich will.

Das Schlimmste dabei ist, daß ich allen anderen die Schuld zuschustere. Meinem Mann, weil, naja, er ist sowieso immer derjenige - schließlich ist der Ärmste ja mit mir verheiratet. Meinem Sohn, weil er mal wieder nicht ohne Kuscheln ins Bett will ud mir meine freie Zeit "raubt". Dem Mistding Fernseher, der im Hintergrund dudelt und mich bei der Konzentration stört. Tati, weil sie wieder endlos am Telefon quasseln will. Dem Haushalt, der nie endet. Und so weiter. Und am Ende bin ich frustriert. Im tiefsten Inneren weiß ich ja, daß ich es selbst Schuld bin, da ich mir die Zeit nicht nehme. Ich setze mich hin und lasse mich von Flickr oder den zahllosen Blogs ablenken, denn es ist, wir kommen jetzt zum Kern der Sache, einfacher so.

Nachdenken ist anstrengend. Punkt. Schlampige, mittelmäßige Arbeit ist weniger zeitraubend, weniger mühsam, weniger von allem. Ich mache es mir zu leicht. Zu leicht damit zu sagen, daß alle anderen und alles andere Schuld ist. Das ist nämlich gar nicht wahr. Zu leicht damit zu sagen, daß ich keine Zeit habe, weil nichts mir Zeit läßt. So, daher in Zukunft der Vorsatz: ein Mal pro Monat endlich meine, mir schon seit gut einem Jahr herumspukende Fotoserie, umzusetzen. (Damit meine ich übrigens den rein fotografischen Aspekt, bzw. den Aspekt des Bildproduzierens. Das Ganze zu entwickeln kann länger dauern.) Kein Essen, keine Landschaft, sondern..ja, irgendetwas anderes.

Ob ich es hier zeige oder nicht, weiß ich noch nicht, nur eben, daß es Zeit wird, den Frust loszuwerden und endlich mit der Prokrastination aufzuhören. Endlich anfangen, endlich weiterkommen.


Dienstag, 5. Juli 2011

RAW oder JPEG? Was ist der große Unterschied?

RAW oder JPEG? Diese Frage geistert ständig durch diverse Foto -Communities und -Foren. Häufig wird die Nase gerümpft über die „Anfänger“, die stur darauf bestehen, gegen den Rat der „besseren“ und erfahreneren Fotografen, weiterhin im JPEG-Format zu fotografieren. Dabei tun sie dies einmal, weil ihre Kamera vielleicht keine RAW-Formate schreiben kann. Ein zweiter, guter, Grund ist, daß JPEGs einfach die kleineren Dateiformate sind.

Während die RAW-Formate auf Größen anschwellen können, die im zweistelligen MB-Bereich zu finden sind, bleibt die Größenordnung von JPEGs noch übersichtlich. Bei meiner Kamera beispielsweise kann ein großes RAW-Formatmal locker über die 20 MB übersteigen, während das größte JPEG mit dem gleichen Kameraauschnitt und -einstellungen etwa 3 - 4 MB erreicht. Man spart also wesentlich mehr Speicherplatz. Die Speicherkarte wird nicht so voll, die Festplatte wird ebenfalls viel langsamer gefüllt und die Rechenzeiten bei der Bildbearbeitung sind kürzer.

Während die RAW-Formate auf Größen anschwellen können, die im zweistelligen MB-Bereich zu finden sind, bleibt die Größenordnung von JPEGs noch übersichtlich. Bei meiner Kamera beispielsweise kann ein großes RAW-Format problemlos die 20 MB übersteigen, während das größte JPEG mit dem gleichen Kameraauschnitt und -einstellungen etwa 3 - 4 MB erreicht. Man spart also wesentlich mehr Speicherplatz. Die Speicherkarte wird nicht so voll, die Festplatte wird ebenfalls viel langsamer gefüllt und die Rechenzeiten bei der Bildbearbeitung sind kürzer.

Warum also bestehen so viele Fotografen darauf, in RAW-Formaten zu fotografieren? Ist es die Arroganz des Profis, der sich vom Amateur abgrenzen will? Wohl kaum! Der Grund ist viel einfacher: RAWs bieten mehr Dateiinformationen. Es geht nicht so viel verloren wie bei dem JPEG-Format. JPEGs sind nämlich schon von vornherein komprimierte Formate, d.h.,  daß Informationen in JPEGs verlorengehen. Das ist zunächst einmal nicht weiter schlimm. Wenn man Bilder in der Regel nur ganz wenig bearbeitet oder ganz unbearbeitet läßt, sollte man sich die Komprimierung zunutze machen.

Es gibt viele Gründe, warum man Bilder bearbeiten muß oder will und nicht immer ist es, weil man irgendetwas falsch gemacht hat. Es gibt Puristen, die predigen, daß man beim Fotografieren möglichst so fotografieren sollte, daß später keine Nachbearbeitung mehr nötig sein soll - aber ich frage mich, wieso man die großartige Möglichkeit der Nachbearbeitung verschenken soll? Es ist ein Werkzeug zum Bildermachen, genau wie die Kamera selbst. Wenn Bilder, die vor dem inneren Auge erscheinen, nicht direkt mit der Kamera gemacht werden können - sei es, weil die Fähigkeiten fehlen oder sei es, weil es absolut unmöglich ist - dann frage ich mich, wieso man sich die möglichkeit der Bildbearbeitung nicht offenlasssen soll? Aber das ist eine mehr eine philosophische denn eine technische Frage um die es jetzt auch nicht gehen soll.

Zurück zu der Frage: RAW oder JPEG? Wie sich die Bildbearbeitung auswirkt zeige ich hier an einem Beispiel. 
 Ich gebe zu, es ist kein besonders gutes Bild. Ich wollte ursprünglich das dramatische Wolkenspiel des Himmels zeigen und habe es daher unterbelichtet - leider ein wenig zu viel. Die Details der Wolken wären aber bei korrekter Belichtung verlorengegangen. In diesem Fall muß ich nachbearbeiten (Wohlgemerkt, das ist nur ein Beispiel, ich würde, wenn ich jetzt ernsthaft an die Bearbeitung gehen würde, noch einiges mehr machen, um es halbwegs brauchbar zu machen). Ich will hier erst einmal den Himmel aufhellen, der mir trotz der gewünschten Dramatik zu dunkel geraten ist. Ich reguliere die Belichtung um +1. Hätte ich das Bild im JPEG-Format geschossen, würde das dabei herauskommen:
 Mit einer Belichtung von +1 sieht es einigermaßen annehmbar aus, nicht wahr?

Aber das täuscht. Wir haben in dem Bild Stellen, die durch die Bearbeitung komplett „ausgebrannt“ sind - sie leuchten weiß und die Details an den Stellen sind verloren. Das fällt besonders auf, wenn wir uns die bearbeitete RAW-Version anschauen:
Wir sehen hier direkt, daß die Details aus dem RAW-Bild rechts noch vorhanden sind und man mit dem Bild durchaus noch etwas anfangen kann. Im direkten Vergleich nebeneinander sieht man es noch besser:

Links das JPEG-Bild mit den ausgebrannten Stellen am Himmel, rechts gibt es keine Probleme.

Noch schlimmer wird es, wenn wir richtig am Regler drehen und die Belichtung um +3 anheben. Das würde so natürlich keiner machen, aber zu Demonstrationszwecken machen wir das jetzt einfach mal:

Das JPEG links ist überhaupt nicht mehr zu retten. Wenn wir das so abgespeichert hätten, wäre das Bild völlig ruiniert gewesen. Wir sehen stark ausgebrannte Stellen am Himmel, häßliche, türkisblaue Farbcluster in den Wolken und der untere Bereich ist immer noch nicht so weit aufgehellt, daß wir etwas damit anfangen könnten. Im Gegensatz dazu das RAW-Bild rechts, wo die Details immer noch gut zu erkennen sind.

Schauen wir uns das Histogramm an, dann verwundert es nicht mehr, daß das JPEG zerstört ist.
 Links das Histogramm des unbearbeiteten JPEG, rechts das Histogramm bei einer Belichtungskorrektur um +1. Die leeren Stellen zeigen die fehlenden Informationen. Die Sprünge zwischen den Farbnuancen werden größer und Farbabstufungen werden dadurch grober. Gleiches gilt für die Tonwerte, die Verteilung von Helligkeiten im Bild. Je mehr man bearbeitet, desto mehr Lücken gibt es, desto mehr Informationen, die auch nicht mehr wiedererlangt werden können, es sei denn, man hat daran gedacht, die Originaldatei unter einem anderen Namen zu speichern, fehlen ganz.

Und damit kommen wir zu einem zweiten Vorteil des RAW-Formats: Egal, was wir daran machen, das Bild selber wird nicht angetastet. Das digitale Negativ selbst bleibt unberührt, die Informationen zur Bildbearbeitung werden in einem zweiten Ordner, dem XMP-File, gespeichert. Dadurch kann man recht unbekümmert an den Reglern herumspielen und herumprobieren, speichern und später wieder alles vollständig, ohne jeglichen Dateiverlust rückgängig machen, wenn es einem nicht gefällt.

Ich will jetzt keinen überreden, nur noch im RAW-Format zu fotografieren, sondern wollte hier nur zeigen, daß es ziemlich gute Gründe dafür gibt, warum Fotografen so hartnäckig auf ihr Dateiformat bestehen. Wie gesagt: ist die Bildbearbeitung kein Thema, dann hat sich auch die RAW-JPEG-Frage erledigt. Will man aber an seinen Bildern herummanipulieren, so wäre es eine gute Überlegung, in Zukunft nicht vielleicht doch den Speicherplatz lieber für qualitativ hochwertige Dateien zu reservieren - natürlich nur, wenn das möglich ist, denn die Kompaktkameras schreiben dieses Format ja gar nicht.

Um das nicht völlig zu übergehen: Das RAW-Format ist auch nicht frei von Macken, denn abgesehen von den Dateigrößen gibt es etwas, das äußerst ärgerlich ist: das Format ist nicht einheitlich geregelt. Jeder Kamerahersteller benutzt sein eigenes RAW-Format, das unter Umständen von der Bildbearbeitungssoftware nicht akzeptiert wird. Alte Dateien können durch die fehlende Kompabilität unbrauchbar werden - ich habe selbst die Erfahrung gemacht, daß die Beta-Version von Lightroom 3 mit den Daten meiner alten Kamera Schwierigkeiten hatte. Das Bearbeiten dieser Daten dauerte sogar länger als das Bearbeiten der Riesendateien der anderen Kamera.

Eine Lösung dafür gibt es aber auch, denn man kann die Daten auch in sogenannte DNG-Daten umwandeln, in sogenannte „Digitale Negative“. Die sind, da Open Spurce, einheitlich geregelt und können meist problemlos gelesen werden. Außerdem haben diese den Vorteil, kleiner als RAW-Files zu sein und das ganz ohne Dateiverlust.

Montag, 4. Juli 2011

Unentschlossen

Unentschlossen wie ich nun mal bin, bin ich am zaudern und überlegen, wie es mit diesem Blog weitergehen soll. Nicht so sehr wichtig, diese Frage, sicher, aber sie kommt und geht und irgendetwas stört mich. Inzwischen weiß ihc auch, was es ist: mir fehlt, um ehrlich zu sein, die klare Linie. Hier mischen sich kunterbunt Familiengeschichten, Fotos, Buchrezensionen und seelische Ergüsse.

Das Problem, das ich für mich dabei sehe ist, daß ich immer wieder vor der Frage stehe, ob es überhaupt interessiert, was ich schreibe oder hier zu Bildschirm bringe. Die einen kommen vielleicht vorbei, weil wir uns persönlich kennen, dann dürfte so alles kein Problem sein. Die anderen, weil sie auf den Alltag neugierig sind, die dritten, weil sie Fotos sehen wollen und so weiter. Die einen finden dann aber blöd, daß so viele Fotos dazwischen sind, die anderen finden, daß zu viel Familienkram hier steht und die dritten sind sowieso nur durch einen Unfall hier und überhaupt - sicherlich, eigentlich sollte mich das alles nicht jucken, ich sollte authentisch bleiben, schreiben, was ich will. Ich bin durchaus zufrieden damit, daß mein Blog nur eine kleine Leserschaft hat - nein, falsch: ich bin eigentlich sehr froh und dankbar, daß hier immer wieder nette Leute vorbeikommen und lesen :-). Und ich will mit meinem Blog kein Geld verdienen oder mich in die A-Riege vorarbeiten.

Aber trotzdem. Ich selbst fühle mich nicht so sehr wohl damit. Also wollte ich in Zukunft meinen Focus mehr konzentrieren - auf die Fotografie. Mehr Tutorials & Tipps, was ich ja schon seit Ewigkeiten wieder nicht auf die Reihe kriege, vielleicht, falls es interessiert, Set-Ups für Fotos, da ich ja doch inzwischen sehr häufig Food fotografiere, Schwierigkeiten, Pleiten, Pech und Pannen, ab und zu Rezepte, die ein oder andere Buchrezension, ein kleines Fotoprojekt habe ich auch im Sinn, usw.

Eben insgesamt mehr rund um die Fotografie. Obwohl ich da auch eher unsicher bin, da ich vollkommen davon überzeugt bin, daß meine Fotos eh alle ganz blöd sind, ich ein totaler Anfänger bin und so weiter und so fort (Ihr merkt schon: Getty will mich immer noch nicht ;-)). Das Übliche. Auf der anderen Seite beschäftige ich mich eben gerne mit meinem Hobby und rede auch gerne darüber. Im Schreiben und dem dadurch automatisch erfolgenden Reflektionsprozeß, der mich Dinge nicht nur intuitiv angehen läßt, sondern mich darüber nachdenken läßt, lerne ich. Und warum auch nicht, es gibt genügend Hinze und Kunze die darüber schreiben, ganz egal, wie mistig die Ergebnisse sind. Und irgendwann werden auch meine Fotos besser, versprochen!

Und dann kommt hinzu, daß ich irgendwie immer weniger gewillt bin, aus dem Alltag zu erzählen. Was auch? Daß wir auf dem Spielplatz waren? Daß das nächste Sommerfest bevorsteht? Also werde ich das in Zukunft reduzieren. Ganz ohne kleine Plaudereien aus dem Alltag mag ich auch nicht, aber es soll deutlich weniger werden.

Ach ja, und aufgrund einiger Probleme beim Hochladen von Bildern, die ich schon seit Wochen bei Blogger habe und - ich gebe es zu - weil mir die Designs so gar nicht gefallen, überlege ich einen erneuten Umzug auf ein selbstgehostetes Blog. Aber das ist noch nicht spruchreif, vielleicht bleibt auch alles beim Alten. Ständige Umzüge sind ja auch nichts - ich muß ja nicht alle zwie Jahre zwischen Blogs hin- und herspringen.

Nur so zur Info.

Freitag, 17. Juni 2011

Digitalfototest

 Jana von Janasworld hat vor einiger Zeit ein Digitalfototest initiiert. Sie hatte ein paar Juroren gesucht und da ich für solche Sachen immer offen bin, habe ich mitgemacht. Ich war auch sehr neugierig, was bei einem solchen Test herauskommt. Zunächst einmal aber an dieser Stelle ein ganz großes Lob an Jana, die sich unwahrscheinlich viel Mühe gemacht hat und wirklich jede Menge Zeit in das Projekt hineingesteckt hat und die es auch jede Menge Nerven gekostet hat, die widerspenstige Meute an Juroren unter einen Hut zu bekommen!

Worum ging es?
Nun, getestet werden sollten Digitalfotoabzüge. Jana hatte sich darüber gewundert, daß es so wenige Tests im Netz gab, auch darüber, daß diese nicht sehr breitgestreut sind. Also hatte sie die Idee, selber einen Test zu veranstalten und hat einige Anbieter angeschrieben. Mitgemacht haben am Ende ganze 25 Firmen. Getestet wurden Abzüge im Format 30x45, jeweils eins in Farbe und SW.

Die Vorarbeit
...wurde größtenteils von Jana geleistet. Sie hat sämtliche Anbieter angesprochen, angeschrieben und das Ganze mit ein klein wenig Hilfe von anderen Seiten organisiert. Irgendwann haben dann alle zugesagt, die mitmachen wollten und letzte Woche kamen die Bilder bei mir an.

Die Bilder
Ein dicker Packen war es mit einer ganzen Menge Bilder, die auf den ersten Blick erst einmal fantastisch aussahen. Da das große Format nicht auf unseren Tisch paßte, habe ich alle nebeneinander auf dem Boden ausgebreitet und erst dann fielen die doch recht großen Unterschiede in der Verarbeitung auf.
Es zeigte sich, daß trotz des ersten guten Eindrucks die Druckqualität extrem unterschiedlich war. Sowohl bei den farbigen als auch bei den schwarz-weißen Bildern. Im direkten Vergleich nebeneinander fällt es erst richtig auf, wie viele Schwächen viele der Bilder hatten. So richtig zufrieden war ich, um ehrlich zu sein, mit keinem der Anbieter.

Das Ergebnis für die Farbfotos 
Es zeigte sich, daß Janas Stiftfoto, über das einige gemeckert hatten, ideal war, um die Feinheit der Farbabstufung beim Druck zu beurteilen. Es ist nämlich ein schwieriges Bild, weil man hier Farbfehler sofort erkennen kann. Gerade im grün-blauen Bereich war es bei einigen Anbietern so, daß die Farben vollkommen vermatscht waren und ineinander gelaufen sind. Eine klare Abstufung war nicht mehr zu erkennen. Bei einigen war der Druck grob, unsauber und sogar pixelig. Farbstiche konnte ich leider nicht beurteilen, weil ich keinen kalibrierten Monitor habe.

Klick aufs Bild macht groß, dann sieht man es besser. Oben offensichtlich so, wie man es nicht haben will, unten sieht man ein deutlich besseres Ergebnis

Klick aufs Bild macht groß, dann sieht man es besser
Auch bei der Schärfe gab es Kritikpunkte, obwohl die Ausreißer nach unten in diesem Punkt etwas seltener waren.

Das Ergebnis für die SW-Fotos
Bei den Schwarzweiß-Fotos zeigte sich, daß das Problem weniger pixelige und ungenaue Farbabstufungen waren, sondern Farbstiche. Diese fallen aber auf den ersten Blick überhaupt nicht auf. Erst wenn man die Fotos nebeneinanderlegt hat man gesehen, daß einige ein wenig braunstichig oder grünstichig waren. Es handelt sich bei den SW-Drucken nicht um echte SW-Bilder, sondern es wird in der Regel farbig gedruckt.

Bei den SW-Fotos fiel dafür mehr ins Auge, wie scharf, resp. unscharf das Foto gedruckt wurde. Mir ist aufgefallen, daß bei wenigen Anbietern eine saubere Kontur zu erkennen war. Ganz häufig erschienen die Linien faserig und ausgefranst - was aber erst bei genauem Hinschauen zu sehen war. Zudem muß ich leider zugeben, daß es gerade bei Birgits Pferdofoto, so schön ich es auch finde, sehr schwierig war, Schärfe zu beurteilen, weil scheinbar mit offener Blende fotografiert wurde. Aber Jana hat auf die Schrift am Rand hingewiesen, danach war es leichter. Man konnte aber auch bei den Unschärfen die Qualität des Druckes erkennen: manche waren ein wenig pixelig, die Übergänge waren unsauber und, wie oben erwähnt, irgendwie ausgefranst. Insgesamt auch hier ein Ergebnis, das nicht 100% zufriedenstellt.
Klick aufs Bild macht groß, dann sieht man es besser. Links sieht man den Braunstich und den groben Druck.


Zusammenfassend würde ich sagen, daß ich, wäre ich Profi und die Drucke verkaufen müssen, keinen der Anbieter wählen würde. Das überrascht mich und es wundert mich jetzt auch nicht mehr so sehr, daß häufig sehr lange nach dem geeigneten Anbieter für Abzüge gesucht wird und diese dann auch sehr teuer sind. Für den Hausgebrauch sind die meisten Fotos ganz in Ordnung, wobei es zwei, drei Ausreißer nach unten gibt, die mich sehr enttäuscht hätten, hätte ich da bestellt. Überrascht hat mich hierbei, daß die Qualität kaum etwas mit dem Preis zu tun hatte. Der billigste Anbieter, der dann auch nicht mehr günstig war, sondern nur noch billig, hat genau die Qualität geboten, die bei dem Preis zu erwarten war. Doch auch der teuerste hat sich nicht wirklich mit Ruhm bekleckert.

Aüßerst ärgerlich fand ich, daß kaum ein Anbieter in der Lage war, die Bildmaße exakt zu einzuhalten, einige hatten sogar einen weißen Rand, der nciht dort hingehörte oder hatten das Bild da abgeschnitten wo es nicht geschnitten werden sollte. Zudem sollte man, obwohl man die gerne nur überfliegt, genau in die AGB reinschauen, denn auch da gab es ein paar Dinge, die nicht ganz koscher waren.

Kurz und gut: es lohnt sich, in Janas Liste hineinzuschauen, wenn man Fotos drucken will. Der Test wird in einigen Tagen erscheinen :-)

Der abschließende Test wird ein wenig länger dauern, dann testen wir die Farbechtheit der Fotos. Jana hat bereits damit begonnen. Ich warte, bis meine Nerven besser werden und ich mehr Ruhe habe. Also dann, entweder nach dem Urlaub oder nach der Klapsmühle.

Freitag, 27. Mai 2011

?

Gerade hier gelesen: eine Umfrage mit dem schönen Titel "Was bist du?" Da mein Kopf heute ein wenig verstopft ist, bin ich gar nicht auf das Offensichtliche gekommen, nämlich, daß der Autor wissen wollte, ob Männlein oder Weiblein. Daher bin ich darüber gestolpert und wunderte mich ein wenig. Nachdem ich aber den Text gelesen hatte, habe auch ich es verstanden. Also Männlein oder Weiblein, die seinen Blog lesen. Das wollte er wissen. Und dabei bin ich über den Satz gestolpert, der mich wieder wundern ließ.
"Haben wir vornehmlich männliche Leser oder ist der Anteil des schönen Geschlechts höher als wir dachten?"
Ich denke immer noch darüber nach. Nicht, daß ich den nicht verstehe. Aber ich frage mich, ob weibliche Leser keine Fotografie-Blogs lesen? Oder umgekehrt: männliche Leser keine weiblichen Fotografie-Blogs? Was ist der Unterschied? Die Blümchen? Die Techniklastigkeit? Warum sollte ich keine männlichen Fotografie-Blogs lesen, denn manche der Herren Fotografen machen ja auch ganz schöne Bilder. Und auch als Weibchen möchte man sich ab und an über technischen Schnickschnack informieren - denn, das muß der Neid lassen, das machen die Herren der Schöpfung ganz gut.

Aber auf der anderen Seite frage ich mich bei einer solchen Fragestellung: wird weibliche Fotografie nicht ernst genommen? Mit Jana hatte ich mich schon irgendwann einmal darüber unterhalten. Ist weibliche Fotografie schlechter? Oder mögen Männer die nicht? Oder nimmt man die nicht ernst, weil ...?

Ich frage mich das deshalb, nicht, weil ich eine Ultrafeministin bin, sondern weil mir - subjektiv - die Fotografie männlich geprägt scheint und Blümchenmakros belächelt werden. Ist das etwa, so der Verdacht, ein Feld, in dem urwüchsiges Machogehabe noch ungehemmt ausgelebt wird? Immer noch? Frauen können keine Kunst machen? Nach all den Jahrhunderten hängt das immer noch nach?

Wie seht ihr das? Klärt mich auf?

So, ich ziehe mich jetzt mit etwas Fachliteratur zurück und kuriere meine Sinusitis aus, an der ich jetzt schon seit einer Woche herumbrüte.

Donnerstag, 10. März 2011

Vorsichtig nachgefragt

Ich hatte ja vor ein paar Monaten eine kleine Projekt-Idee, die ich dann aber sein gelassen habe, da mir der Aufwand ziemlich groß schien und ich es zur Zeit einfach nicht schaffe. Ich arbeite hier an drei, vier Projekten gleichzeitig, daß es mir nicht machbar erschien. Es schwirrt mir aber dennoch dauernd im Kopf herum. Jetzt kam mir die Idee, eine vereinfachte Version anzubieten, die schneller durchzuführen ist und nicht nach einem strikten Zeitplan arbeitet. Das kann ich wirklich nebenbei machen, da ich ohnehin mit einem Projekt schwanger gehe, das Fotoliteratur erfordert. Zudem will ich die ganze Fotografiererei selber besser verstehen.

Ich habe mir dann halt gedenkt, daß vielleicht Interesse bestehen würde an kleinen Phototutorials? Ich dachte zunächst einmal an grundlegende Sachen wie die Sache mit Blende und Belichtungszeit, warum welches Objektiv, warum lieber in Farbe fotografieren und erst hinterher in SW konvertieren und so weiter. Ich will dabei keinesfalls auf den ganzen technischen Krempel eingehen, auf die besten Kameras und dergleichen, dazu gibt es genug (männliche) Fotoenthusiasten, die davon viel mehr verstehen und bei denen sich nicht das Hirn verknotet, sobald es um Technik geht.

Dazu kommen dann Buchrezensionen von Fotoliteratur. Ich würde auch Gastschreiber nicht ablehnen.

In unregelmäßigen Abständen, immer wieder einmal, ich würde das dann auch zum Download anbieten oder später irgendwann einmal als E-Book zusammenfassen.

Wäre das was? Bestünde da Interesse?

Mittwoch, 26. Januar 2011

Ausgebuddelt

Wieder ausgebuddelt wurde heute die Urahnin meiner jetzigen Kamera, mein treues - naja, okay, das streichen wir jetzt mal - altes analoges Schätzchen. Mich juckt es schon seit geraumer Zeit in den Fingern, mal wieder analog zu photographieren.jedoch war meine analoge Kamera kaputt. Sie klemmte und ich dachte, sie wäre endgültig hin. Seit sechs Jahren fliegt die Pentax in irgendwelchen Ecken herum und wird ab und zu mal herausgekramt, um zu gucken, ob sich das Problem wie durch Zauberhand gelöst hat.



Da ich ja ohnehin nicht viel kaputt machen kann, habe ich heute kurzerhand beschlossen, im Netz nach dem Fehler und eventuellen Reparaturanleitungen zu forschen. Merkwürdigerweise bin ich noch nie, wirklich noch nie auf die Idee gekommen, einfach mal das Objektiv abzumachen und einen Blick ins Innere zu werfen. Irgendetwas klemmte und nach Abnehmen des Objektivs klemmte dieses Irgendetwas nicht mehr. Dafür klebte der Spiegel oben fest - wie ich, nach ein paar Minuten Recherche herausgefunden habe, ist das eine Alterserscheinung dieses Kameratyps. Das bedeutet, sie funktioniert zwar jetzt wieder, doch es ist absehbar, daß das Problem wieder auftreten wird, da die Dichtungen klebrig geworden sind.

Reparieren lassen - ich weiß nicht, ob sich das wirklich noch lohnt. Dafür werde ich wahrscheinlich morgen oder übermorgen einfach mal mit Film und Knipse losziehen und mal wieder einen auf Analog machen.

Ich spiele jedoch schon seit längerem, besonders nach dem Artikel bei Kwerfeldein, mit dem Gedanken, einmal analoges Mittelformat auszuprobieren. Einfach nur, weil. Aber just for fun ist es mir, ehrlich gesagt, irgendwie auch zu teuer eine Kamera anzuschaffen. Auf der anderen Seite ist ja nicht viel verloren, bei Ebay zu ersteigern und die wieder zu versteigern, wenn es nicht gefällt. Hm.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Landschaftsphotographieluxusproblem

Ich überlege gerade: wir fahren ja, ich glaube ich habe es noch nicht erwähnt ;-), in den Urlaub. Es wird, natürlich, kein Hotelurlaub mit Strand, sondern ein Rundreiseurlaub. Wohin verrate ich nicht, erst, wenn alles in trockenen Tüchern ist. Aber die Aussicht auf viel Landschaft ist da und ich überlege gerade, ob ich mir noch bis dahin ein Objektiv leisten sollte. Was mir gefallen würde, wäre ein Telezoomobjektiv, etwa bis 300 mm.

Jetzt ist aber noch ein leidlich funktionierendes 200mm-Glas im Haus, das auch noch gehen würde - da sind nur einige Probleme mit dem Scharfstellen. Jetzt würde es mir aber nicht gefallen, eine billige Linse zu kaufen und mich hinterher darüber zu ärgern. Auf der anderen Seite gefällt mir der Gedanke nicht, um die 1000 Euro für eine gute Linse auszugeben - wenn die Photographiererei wenigstens was Cash ins Haus bringen würde, würde sich das vielleicht sogar lohnen, aber so...? Aber vielleicht reicht auch das Weitwinkel? Und dann ein oder zwei hübsche kleine Filter - ein Verlaufsfilter und ein ND-Filter? Die sind bei der Größe auch nicht so ganz ohne.

Ich immer mit meinen Entscheidungsschwierigkeiten. Aber ich habe ja auch sonst keine Probleme *augenroll*
Habe ich es schon erwähnt: ich bin janz uffjerecht!

Donnerstag, 25. November 2010

Weihnachtskugeln Teil II

Heute morgen sind ja noch ein paar mehr entstanden, die ich aber erst mal ein wenig retuschieren wollte, man sieht auf den glänzenden Kugeln Reflektionen, die ein wenig stören.




Ich überlege mir auch gerade, wo ich photographisch überhaupt hinwill. Sicherlich könnte man jetzt belächeln, daß ich das alles so furchtbar ernst nehme, man könnte auch sagen, die Sache ist es nicht wert, derart viel Energie reinzustecken, oder daß ich total untalentiert bin und es lieber aufgeben soll um meine Energien in Dinge zu stecken, für die ich besser geeignet bin, man könnte sagen, ich leide an Selbstüberschätzung oder was auch immer.

Doch es ist halt immer so, daß ich auch bei einem Hobby ein gewisses Ziel vor Augen haben muß, ich will mich selber fordern und weiterentwickeln. Einfach nur Bilder machen, um Bilder zu machen - das ist zwar Zen udn wäre vielleicht besser für mich, liegt mir aber nicht. Unbefriedigend finde ich auch die ganzen Projekte, die ich mitmache. Es ist zwar nicht so, daß die keinen Spaß machen, doch es entstehen eigentlich keine Bilder, die irgendeine Bedeutung haben. Meist sind die ganz nett, doch dabei bleibt es dann auch schon. Es bringt mich technisch weiter, auch Dinge zu knipsen, die ich sonst nicht machen würde, doch ich denke, daß es langsam Zeit wird für was anderes.

Das heißt nicht, daß ich nicht mehr an irgendwelchen Fotoprojekten teilnehmen will, doch ich will mir jetzt auch mehr Zeit nehmen für eigene Sachen, ein eigenes Projekt, vielleicht ein Konzept, das ich mir im Laufe der Zeit erarbeiten will. Klingt vielleicht völlig überzogen, doch das wäre im Endeffekt für mich befriedigender als locker-flockig-leicht draufloszuknipsen und am Ende ganz den Spaß an der Sache zu verlieren. Mir schwebt so was im Sinne von "52 Weeks" vor oder dergleichen.

Wenn ich so etwas mache, werde ich aber wahrscheinlich auch nicht jedes Foto dazu veröffentlichen, denn bei einigen Sachen, die mir so durch den Kopf gehen lasse ich mich zu leicht verunsichern von Kommentaren - ich setze damit vielleicht die Schere hier im Blog an aber mache mich dafür von der im Kopf frei. Ich bin dann vielleicht irgendwann mal so weit, daß mir es mir nichts mehr ausmacht, wenn Leute von mir denken, ich sei merkwürdig. Und vielleicht bin ich auch irgendwann so weit, daß es mir vollkommen egal ist, ob andere meine Bilder gerne anschauen oder nicht, momentan bin ich nämlich extrem verunsichert, ob überhaupt irgendjemand das Zeug ansehen will, das ich hier so produziere oder ob es total blöd ist oder oder oder...

Schaun mer mal. Und ein wenig mehr Selbstbewußtsein würde mir definitiv nicht schaden ;-)

Donnerstag, 4. November 2010

Voll nooomaaaal - Achtung Therapieposting!



Verschlüsselter Text: Um das Paßwort einzugeben, bitte hier drauf klicken

Puh, eine schwere Geburt, das hier Paßwortzuschützen. Lästig, daß Blogger das nicht anbietet und man umständlich über Zweitanbieter gehen muß. Aber was solls, klappt ja. Ich habe manchmal das Bedürfnis, Sachen niederzuschreiben, die raus müssen, da ich momentan nicht wirklich jemanden habe, bei dem ich mich auskotzen kann. Aber die sind auch nicht unbedingt für alle Augen gedacht, aus den verschiedensten Gründen. Also, falls es jemanden interessiert, was hier steht, einfach nach dem Paßwort fragen. So supergeheim ist es nämlich gar nicht.

Samstag, 4. September 2010

Getrennt!

Wir sind getrennt, mein Schatz und ich. Ich habe beschlossen, meinen Weg alleine zu gehen, zumindest für ein paar Wochen, bis der Umzug über die Bühne gegangen ist. Ich vermisse dich jetzt schon ganz arg, aber du bist mir einfach zu schwer, um dich im Zug mitzuschleppen.

Halt die Linsen steif, ich komme wieder...!

(Ach ja, es geht um die Kamera mein lieber Ehemann!  Die ist zu Hause während wir in D. den Umzug organisieren. Es wird auf absehbare Zeit hier wohl keine Fotos geben. *seufz*)

Mittwoch, 23. Juni 2010

Farbe bekennen - Orange

Es ging nicht anders, heute mußte ich einfach wieder knipsen. Mir haben die Finger gejuckt und ich wurde unfaßbar grantig. Es regnete. Bindfäden. Es war grau. Die Wohnung mit den Kartons, dem Staub, den leeren Regalen und dem ganzen anderen Chaos sah deprimierend aus. Ich brauchte Sonne, schnell!

Die Lösung gegen beide Probleme: Instant-Sonnenschein aus dem Glas & auf dem Brötchen.

Orange gegen das Grau und als nachzuholende Fotoaufgabe. Zunächst einmal gab es Orange auf Brot, d.h. Red Leicester auf Brötchen. Als wir nach der Playgroup nach Hause kamen, war der Kurze pappsatt, wir hatten noch Hunger, da wir nicht das Vergnügen des zweiten Frühstücks in der Playgroup hatten und eigentlich nicht mal zum ersten Frühstück gekommen sind.
Der importierte Käse ist Luxus, den wir uns hier eher selten leisten. Der australische schmeckt so gar nicht und manchmal, wenn der Käsehunger einen überfällt, muß das aber doch mal sein. Die Aussies kennen das nicht besser und sind felsenfest überzeugt, daß sie den besten Käse der Welt machen. Der Rest der Welt sieht das anders.
Da uns der Frischkäse ausgegangen war, hier auf Sour-Cream-Dip mit Frühlingszwiebeln, was ziemlich lecker war. Das hätte ich nicht gedacht, daß das so gut zu Käse paßt.

Zum Brötchen gab es neben dem Orange auf dem Brot noch ein wenig flüssigen Sonnenschein:

Genutzt hat es nichts, bzw. ich hatte von dem Instant-Sunshine nichts. Klein-Napoleon kam, sah, schrie und siegte. Er bekam meinen schönen O-Saft. Da nur drei Orangen übrig waren, muß ich bis morgen warten, bis ich wieder welchen pressen kann. Macht aber nichts, denn ich konnte ein paar sehr schöne Fotos von dem Kurzen machen, der ganz versunken seinen Saft gesüffelt hat und gleichzeitig ein bißchen Lars der Eisbär geguckt hat.

Ja, mei, was glaubt ihr denn, wie ich zu meinen fünf Minuten Fotografiererei kam? Es regnet, Kind dreht gelangweilt am Rad, Vater arbeitet udn organisiert und ich wollte einfach mal fünf Minuten abschalten, bzw. einschalten. Danach war ich auch besser gelaunt, denn, wie auch Jana weiß: Fotografieren macht glücklich :-).


Nach all der Zeit habe ich wohl vergessen, wie die Kamera funktioniert. Ich habe letzte Woche hauptsächlich unsere Möbel fotografiert und bei den Fotos war es mir relativ egal, ob es Bildrauschen wegen zu hohen ISO-Werten gab - der gute Kühlschrank-Eindruck war mir wichtiger. Nur habe ich leider vergessen, die ISO-Einstellung wieder zurückzusetzen, so daß die heutigen Bilder ganz schön gerauscht haben. Aber es war auch schon mal schlimmer.

Samstag, 12. Juni 2010

15 Minuten - Heritage Weekend

Heute haben wir unserem Junior eine Freude gemacht, indem wir mit der Dampflok durch Sydney gefahren sind. Irgendein Zug-Festival findet gerade statt und für zwei Wochen fährt eine alte Dampflok durch die Stadt. Der Kleine war begeistert, es hat uns allen Spaß gemacht. Irgendwie empfinde ich Dampflokfahren "echter" als den normalen Zug zu nehmen. The real thing oder so. Es ist gemütlicher, es ruckelt und zuckelt und es war ein netter, entspannter Ausflug. Die Gelegenheit für die 15 Minuten habe ich mir dann auch nicht entgehen lassen. Erst habe ich es im Zug selbst probiert, aber es war mir zu voll, zu viele Leute, die Abteile sahen alle gleich aus. Fotos habe ich zwar gemacht, aber die 15 Minuten fanden hinterher auf dem Bahnhof statt.

Dienstag, 8. Juni 2010

Sydney

Was ich mir schon die ganze letzte Woche vorgenommen hatte, habe ich heute gemacht. Kind war in der Preschool, der Gatte mit Arbeit beschäftigt und ich wollte meine Touri-Sydney-Fotos machen. Besonders schöne. Nu, das wurde nix. Fotos habe ich zwar gemacht, aber die sind alle gruselig geworden. Irgendwie kam die Lust nicht richtig auf. Überall häßlicher Verkehr, irgendwelche Werbeplakate, mit denen die Stadt zugekleistert wurde, Baustellen. Vor allem Baustellen. Überall Plastikabsperrungen. Was soll man da bitte fotografieren? Dann hat sich der Himmel auch noch zugezogen, so daß häßliches Bla-Licht alles in einen matschigen Einheitsbrei tauchte. Da verging mir die Lust, aber so was von.

Mir ging alles auf die Nerven, Baulärm, Verkehrslärm, die Leute, die Plastikabsperrungen und die Plakate überall. An der Oper habe ich halbherzig eine 15-Minuten-Challenge versucht, bin dann auf die andere Seite und ach ja...Ich kann nicht mehr fotografieren. Ist so. Vielleicht, weil ich wie ein kopfloses Huhn herumgelaufen bin und auch nicht so recht wußte, was ich wollte und sollte und von wo aus ich das machen sollte. Mir fehlt wohl im Moment auch ein wenig die Ruhe, denn ein klein wenig schlechtes Gewissen hatte ich die ganze Zeit, da hier so viel anderes zu machen ist; ich war mit dem Kopf immer woanders.

Vielleicht wird es Samstag noch was. Weit bin ich heute eh nicht gekommen, am Samstag sind wir wieder in der Stadt, eigentlich nicht, um Fotos zu machen, sondern um den Kleinen zu entzücken. Wie werden dann nämlich mit der Dampfeisenbahn fahren.

Montag, 7. Juni 2010

Farbe bekennen - hellgrün

Hellgrün ist diese Woche dran, war doch so, oder?


Die Fotos gibt es auch hier zu sehen und mehr Farben gibt es dort.

Farbe bekennen - Lila

Noch mal lila, noch mal Kartoffeln. Ein bißchen zu spät schon, aber vorgestern war es schon zu dunkel zum Fotografieren. Gestern gab es keine Kartoffelsuppe und daher mußte das bis heute warten:
Die Farbe ist echt, vielleicht ein bißchen mehr ins blaue rein, das habe ich nicht richtig justiert bekommen. Und das Licht ist fies, nicht wahr?

Und ja,ich weiß, es sieht sehr merkwürdig aus, aber es hat geschmeckt wie ganz normale Kartoffelsuppe. Keine künstliche Farbe drin und nix, nur lila Kartoffeln, die sogar ganz lecker sind.

Die Fotos gibt es auch hier zu sehen und mehr Farben gibt es dort.
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