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Mittwoch, 19. Januar 2011

Wenn das so weitergeht...

...geht mein schönes Blog an akuter Unterfütterung noch ein. Aber im Moment habe ich so viel zu tun, bzw. beschäftige mich mit so vielen Sachen gleichzeitig, daß bloggen eher an hinterster Stelle steht. Ich hoffe nur, mich nicht zu verzetteln, wenn ich versuche, alles gleichzeitig, alles sofort zu erreichen. Am schlimmsten ist, daß ich mir selber im Weg stehe mit der permanenten Angst zu versagen, es nicht zu schaffen und mit diesem "alle können das ja viel besser als ich"-Gedanken schon aufzugeben bevor ich überhaupt angefangen habe.

Momentan stehen zwei Projekte im Raum, eines für das Blog, ein Photoprojekt - alles just for fun und streßbefreit. Dann kommt die Urlaubsplanung, die recht viel Raum im Kopf einnimmt (ich bin ja schon so aufgeregt), die Jobgeschichte, die ja auch noch läuft und relativ viel Zeit beansprucht- mehr sage ich noch nicht - und noch die dringend fällige Überarbeitung der Diss., auf die ich so überhaupt keinen Bock habe.

Ach ja, alles halbtags, klar. Und jetzt drei Mal raten, wie viel ich mich für den Haushalt engagiere...*hüstel*

Montag, 3. Januar 2011

Gute Vorsätze

Nach dem Jahresrückblick müßte ich doch hier eigentlich die ganzen guten Vorsätze fürs neue Jahr verkünden? Ich weiß ja nicht so genau, einiges wollte ich hier noch nicht herausposaunen, so z.B. den angedachten Jobstart - seit letztem Jahr schon in der Mache und aufgrund dieses doofen Umzugschaos verschoben - der noch in den Kinderschuhen steckt und organisiert werden muß. Ein bißchen zu viel Schiß habe ich noch. Konkret ist noch nichts, irgendwann werde ich darüber posten. Oder auch nicht.

Aber was solls, hier also einige der guten Vorsätze. Hoffen wir auf gutes Gelingen:

  • der Alltag soll organisierter werden. Ich habe oft das Gefühl zu rotieren und dabei trotzdem nichts zu schaffen. Also werden grundlegende Vorhaben seit heute aufgeschrieben. Bis jetzt klappt es noch ganz gut...seit heute morgen also...
  • Ich habe zusammen mit meinem Hochzeitskleid ein feines Ausgehkleid schneidern lassen. Da will ich Ende des Jahres wieder reinpassen.
  • mehr Geduld für alles
  • organisierteres, überlegteres Geldausgeben - es kann doch nicht sein, daß alles immer so plötzlich weg ist?
  • den (eigentlich immer wieder aufkommenden) Plan, mich auch alltags ein bißchen netter herauszuputzenhabe ich eigentlich jetzt schon aufgegeben.
  • Jobeinstieg
  • zwei private Photoserien, die ich durchziehen will. Nicht für die Öffentlichkeit gedacht, vielleicht poste ich darüber, wenn ich wweiter bin.
  • mehr Selbstvertrauen (wo kann man das kaufen? mieten? schenkt mir das jemand?)
  • bessere Photos, vielleicht eigne ich mir auch mal endlich ein wenig mehr technisches Wissen an
  • mehr Geduld (hatten wir das schon?) und vielleicht auch endlich mal ein paar Photos an den Mann bringen. Andere schaffen das ja auch...
  • weniger Zeit im Netz verplempern
  • Yoga - ich muß mir wieder eine(n) Yoga-Lehrer(in) suchen
  • mehr Kreativität, oder eher: mehr Produktivität. Ideen auch mal ausführen und nicht einfach aufschreiben und versickern lassen.
  • Dissertation überarbeiten, veröffentlichen und endlich hinter mir lassen!
So, fällt sonst noch jemandem was ein? Ich denke, das ist schon eine ganze Menge. Vielleicht kann ich mir das an die Wand pinnen und Ende des Jahres berichten, was daraus alles geworden ist...muahahaa....

Sonntag, 2. Januar 2011

2010

Ich schließe mich jetzt einfach mal den vielen Jahresrückblicken an, kurz, knapp (kann ich das?) und illustriert. Wie also war unser 2010?


Januar

2010 beginnt mit dem großen Sylvesterfeuerwerk in Sydney. Die Familie ist noch da, der Monat vergeht sonst wie im Nebel, da ich mich auf die Disputation vorbereite. Ich fliege nach Deutschland. Der Mann bleibt zu Hause. Ich promoviere fertig, bin aber enttäuscht.


Februar

Aufenthalt bei der Familie, bei der Rückkehr die vage Ahnung, daß Melbourne vielleichtwahrscheinlichvielleicht die nächste Station ist. Erste Wohnungen werden gesucht, die ersten Sachen verpackt, wir bereiten uns vor. Das alte Blog wird endgültig für die Öffentlichkeit gesperrt.


März


Vorbereitungen auf Ostern, der erste echte Kindergeburtstag für den Kleinen, immer noch in der Schwebe sind allerdings die Umsiedlungspläne: Vertragsende droht, Ende März sollten wir aus dem Haus raus sein, doch bestätigt ist nichts. Schwebezustand für uns. Sehr doof, das alles. Ich fotografiere viel Essen.


April


Es ist entschieden, daß noch gar nichts klar ist. Vertrag des Gatten ist Ende April beendet,  wohin wir danach gehen, steht vielleicht fest, aber nicht sicher. Ich habe Dauerkopfschmerzen aufgrund dieser Ungewißheit, sonst passiert nichts. Innerlich nehme ich Abschied von Sydney. 


Mai


Der Mann hat Zwangsurlaub, wir müssen uns daran gewöhnen. Immer noch Ungewißheit, wohin es nun gehen soll, Melbourne scheint sicher: der Gatte soll Ende des Monats dorthin. Urlaub in Neuseeland, 10 Tage Landschaftstraum pur. Getty will meine Bilder nicht.


Juni

Der Gatte hat immer noch Zwangsurlaub. Melbourne ist endgültig geplatzt, irgendwann steht auch fest, daß wir nach Deutschland zurückkehren. Die Kopfschmerzen hören auf, statt dessen fange ich an zu rotieren: Wohnungsauflösung in drei Wochen.


Juli


Der Umzug Teil I ist geschafft: die Wohnung ist aufgelöst, wir sind zurück in Deutschland. Kaum angekommen lande ich mit Gallenkolik im Krankenhaus, den Rest des Monats erhole ich mich von der OP. Der Sommer ist lausig.


August


Wohnungssuche, die zum Glück schnell beendet ist: wir finden die Wohnung im Städtchen. Das Kind ist unterbeschäftigt, ich hoffe so sehr auf einen Kindergartenplatz - der war auch kein Problem. Stuttgarter Sightseeing den ganzen Monat lang, Bloggertreffen mit ihr.


September


Ich kann keine Möbelhäuser mehr sehen. Umzug Teil II - endlich hat das Hin und her zwischen Düsseldorf-Detmold-Stuttgart und das Aufeinanderhocken in der etwas ungemütlichen Übergangswohnung ein Ende. Ich warte auf den Oktober, auf den Kindergartenanfang. 


Oktober


Der Monat vergeht mit Kistenauspacken, Verwandtschaftsbesuchen, Einräumen, Laternenfest, Eingewöhnung in den neuen Kindergarten. Wir erkunden die neue Heimat.


November


Kindergeburtstag - der erste von mir organisierte. Verwandtenbesuche, meine beiden Omas kommen ins Krankenhaus, ansonsten vergeht der Monat zum Glück eher geruhsam. Wir kommen nach und nach zur Ruhe, gewöhnen uns ein. Der Herbst geht zu Ende, der erste Schnee fällt Mitte/Ende November.


Dezember


Eine Woche Strohwitwe, ich kriege Besuch von meiner Tante, damit wir nicht so einsam sind, meine Oma stirbt, obwohl es ihr eigentlich wieder besser ging, wir sind über Weihnachten bei der Verwandtschaft. Schnee ohne Ende. Die Erkältungen, die uns seit November plagen vergehen einfach nicht.

Samstag, 1. Januar 2011

Frohes Neues 2011!

So, jetzt also das neue Jahr. Fühlt sich noch ein bißchen an wie das alte, zumindest bis jetzt, was aber daran liegt, daß wir Wochende haben. Oder so. Ich hoffe aber, daß es nicht so weitergeht, dieses Gefühl, daß das neue wie das alte wird.

2010 streichen wir jetzt mal ganz einfach, nicht, weil es so ein schlimmes Jahr war, sondern so chaotisch, ungeordnet, stressig und unser ganzes Leben entgegen aller Planungen durcheinandergewirbelt hat. Veränderungen sind ja nicht schlecht, sie werden auch dieses Jahr anstehen, doch dann solten diese bitte von unserer Seite ausgehen und nicht, weil andere beschlossen haben, daß es erstens ganz anders und zweitens als man denkt und so weiter. Wir werden sehen, die Pläne liegen in der Schublade und werden bei Gelegenheit hier und da angedeutet. Noch ist alles ein wenig zu sehr in den Kinderschuhen. Und bitte!: keine Krankenhausaufenthalte, ganz egal von wem, keine Hiobsbotschaften, keine Beerdigungen, keine Überseeumzüge inklusive Wohnungsauflösung. Davon habe ich genug.

Angefangen hat es aber eigentlich ziemlich gut, ich bin daher zuversichtlich. Ich habe ein bißchen das schöne Sylvesterfeuerwerk in Sydney vermißt, doch abgesehen davon...es wurde feiner Sekt getrunken, wir haben fein gespeist, wir haben draußen auf dem Marktplatz ein paar bunte Lichter in den Himmel geschossen. Nicht zu viele, ein paar nur. Man merkt halt hier und da, daß wir langelangelange nicht mehr in Deutschland gewesen sind, fanden wir doch dieses Sylvester ganz exotisch. Man vergißt die Bräuche der Eingeborenen, wenn man zu lange weg war. Ich zum Beispiel hole immer noch den Glühweinrückstand von Jahren nach...*ähm...räusper*...

Das Kind fand es auch ganz phantastisch. Zuerst wollte er vor lauter Aufregung nicht einschlafen, dann wollte er vor lauter Müdigkeit nicht aufwachen und ist als Rumpelstilz durch die Gegend gepoltert. Beim ersten bunten Licht am Himmel war - zum Glück - die schlechte Laune vergessen und er ist ganz eifrig mit uns zum Marktplatz gepilgert, wo sich eine bunte Menge versammelt hatte. Dort gab es Leute, Lichter, Böller, Lagerfeuer und Wunderkerzen. Kind glücklich, wir glücklich, alle glücklich und hoffen, daß es so gut weitergeht.

In diesem Sinne: Frohes Neues an alle und daß es für alle eben "so gut" weitergeht! :-)

Und wieder einmal: keine Fotos. :-)
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