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Montag, 6. Juni 2011

Originell

Zur Zeit hat das Kind den Tick, abends wieder aus der Heia rauszukriechen und unter den fadenscheinigsten Begründungen durch die Wohnung zu schleichen. (Das Spielen im Zimmer ignoriere ich dabei einfach, da will er ja nichts von uns...) Aber nicht etwa, weil er aufs Klo muß, noch Hunger oder Durst hat. Nein, mein Kind ist erfinderisch in seinen Ausreden.

"Mama, ich habe ein Problem. Die Rutsche ist so rutschig, da kann ich nur runterrutschen, aber nicht raufklettern und deswegen habe ich überlegt, daß man da vielleicht einen Stopper bauen könnte, der das Rutschen so ein bißchen stoppt damit das nicht mehr so glitschig ist und mehr klebt und ich da raufklettern kann."

Kind. Ein Problem? Um zehn Uhr abends? Die Rutsche? Und: was hast du auf der Rutsche zu suchen? Wenigstens sind seine Ausreden originell, oder?

Die Rutsche ist, das will ich hier noch erwähnen, ein Killerteil. Oma ist da einmal heruntergerutscht und jammernd unten angekommen. Sie hatte, na...ich glaube, ca. 4 Wochen noch Schmerzen im unteren Rückenbereich. Mörderteil. Niemals nie nicht darf da jemand herunterrutschen. Sie ist eine komplette Fehlkonstruktion und eigentlich nur noch der Vollständigkeit halber eingebaut und das Kind weiß, wie man da herunterkommt ohne anschließenden Krankenhausaufenthalt. Nur, falls jemand fragt, was das Teil da am Bett macht.

Montag, 23. Mai 2011

Das mit dem Früh-ins-Bett-gehen

Das wird heute nichts. Seit einer Stunde schreit der Sohn das Haus zusammen.
Weil...seine....NASE....VERSTOPFT....ist!
*augenroll*


(Und nein, wir  lachen nicht und lassen ihn leiden, aber jeglicher Hilfeversuch samt Nasensprayaktion hat nichts geholfen - weil er nicht warten kann, bis alles wieder frei ist. Wenn man so heult, dann schwillt auch alles zu. Nur Vernunftgründe - damit braucht man ihm nicht zu kommen, Mössjöh weiß es besser und heult lieber hysterisch weiter. Der Mann meinte auch gerade: "Manchmal finde ich unseren Sohn anstrengend...")

Müdemüdemüde

Heute nur müde. Müdemüdemüdemüde. So müde halt. Letzte Nacht mies geschlafen. Und das Kind ist noch nicht wieder so ganz fit, sondern wird abends schnell müde. Daher von seiner Seite Riesenkrakeele und von meiner Seite Riesengäääähnen.
So, am besten ich gehe jetzt auch ins Bett...

Freitag, 20. Mai 2011

Schnarch

Das Kind ist heute die Extremschnachnase par excellence: er verpennt den ganzen Tag. Seit heute Mittag liegt er auf dem Sofa und schnarcht. Wären wir nicht schon beim Arzt gewesen würde ich mir Sorgen machen. (Also, ich mache mir natürlich trotzdem Sorgen wie blöd, aber ohne Arztbesuch wäre es mehr...)

Freitag, 13. Mai 2011

Des Rätsels Lösung

Ähm, ich habe das Gefühl, mir ist ein Posting abhanden gekommen...? Eigentlich wollte ich das jetzt verlinken, aber nun ja, dann nicht. Ich habe jedenfalls des Rätsels Lösung, warum das Kind so nahe an der Grenze des  Unerträglichen entlangspaziert: er ist nicht eigensinniger oder dickköpfiger als sonst, sondern einfach nur übermüdet und aufgedreht. Es muß am Wetter liegen, an der Sternenkonstellation oder an der Luftqualität, irgendwas ist es jedenfalls, was uns beide - daher auch meine Schwierigkeit, dieses Verhalten zu ertragen - extrem müde werden läßt. Ich könnte nämlich auch den ganzen Tag in der Heia herumliegen.
Das Kind war heute abend jedenfalls so fix und alle, obwohl es ein eher ruhiger Tag war, daß er noch während des Vorlesens eingeschlafen ist - inzwischen kommt das nämlich eigentlich gar nicht mehr vor.

So, und jetzt gehe ich selber ins Bett und schlafe mir die Höllenkopfschmerzen weg. Gute Nacht allerseits!

Freitag, 15. April 2011

Sehr süß...

:-)
Beide Männer schlafen friedlich auf dem Sofa. Besonders der große ist nach dem langen Flug erschöpft.
Soll ich sie jetzt schlafen lassen?
Ich denke schon.

Mittwoch, 30. März 2011

Rückfall

Und damit wir nicht vergessen, wie das so damals war in der schlaflosen Zeit, als das Kind noch ein Winzling war, hat er uns heute Nacht wieder daran erinnert. Geschrei und Geheule aus dem Kinderzimmer. Ja, Wutgebrüll gar. Jämmerliches Schniefen, nachdem das Kindelein sich wieder beruhigt hat und klägliches Nicken, als der Vater fragte, ob er zu uns ins Bett will.

Er wanderte also aus. So gegen Mitternacht kam er zu uns ins Bett. Erste Amthandlung war, wieder ein großes Gebrüll zu veranstalten. Man hat Durst. Man legt sich wieder hin, großes Gezappel, bis man bequem liegt. Wieder Gebrüll. Das eine Nasenloch ist verstopft - das war übrigens der Grund für die ganze Wut. Das Nasenloch wollte sich nicht freipusten lassen. Und das Muddi hat, Rabenmuddi wie sie nun mal ist, kein Nasenspray im Hause.

Ein bißchen Ruhe gab es wieder, Schniefen, Gebrüll. Diesmal war es der Vater, der seinem wohlverdienten Nachtschlaf nachgehen wollte. Nein, man wollte nicht teilen, der Vater mußte raus aus dem Bett - war ihm eigentlich ganz recht, da zu eng und Stieg Larsson wollte der große Mann sowieso noch gucken. Also lag ich da mit dem kleinen Mann, wurde getreten, angezappelt, angebrüllt, angekuschelt. Bis ihn dann endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, der Schlaf übermannte. Bei mir dauerte es noch ein wenig länger.

Vorherrschendes Gefühl heute morgen: gerädert. Ich habe nämlich die letzten beiden Nächte ebenfalls nicht gut geschlafen. Ich brauche Kaffee und hoffe dringend, daß das nur ein schnupfenbdingtes Intermezzo in unserem Bett war und nicht wieder zur Gewohnheit wird.

Montag, 21. März 2011

Frühjahrsmüde

Ich bin eine Nachteule. Doch jetzt, jahreszeitlich bedingt, denke ich, bin ich abends müde. So müde, daß ich um halb neun, neun ins Bett kippe. Wir hatten jetzt zwei Mal die Gelegenheit, auszugehen, da Babysitter zur Verfügung standen. Eigentlich.
Ja, eigentlich. Doch - wir haben es nicht geschafft. Ich war abends einfach zu fertig und wollte nur noch ins Bett. Dem Mann geht es kaum besser.

Schnarchnasen, wir. Wir werden alt...

Montag, 21. Februar 2011

An die Elternbettpaniker

Elternbett - unser Sohnemann war ja immer so ein Elternbettkuschelkind delüks. Bekannte in Down Under haben uns immer vollkommen entsetzt weis machen wollen, daß wir den Kleinen ja NIE aus dem Bett rausbekommen würden. Wir müßten doch jetzt mal langsam und ich solle mich von dem Weinen nicht beeinflussen lassen, er würde ja nur manipulieren, das sei ja unnatürlich und er müsse das doch endlich lernen und so weiter und so fort. Blabla...N. hat sich damals richtig viel Gedanken darum gemacht während ich mich eher gewundert habe, warum sie so auf diesem Thema herumreitet. Ich meine: geht sie das was an?

Aber bevor ich hier noch vom Thema abkomme: es ist überhaupt kein Problem, die Kleinen aus dem Elternbett zu entfernen. Es kann sogar so sehr kein Problem sein, daß der Vater schmollend zu mir ins Wohnzimmer geschlurft kommt, weil ihn das Kind aus dem Bett geschmissen hat. Erst wohl auf die nette Art, wie der Gemahl berichtet hat, dann hat er gemotzt: "Maaaaamaaaa, der Papa will nicht aus meinem Bett raus!"

Wieder einmal hat sich gezeigt, daß sich manche "Probleme" irgendwann von ganz allein in Wohlgefallen auflösen. (Und wir seufzen und denken sehnsüchtig an die Zeit, als sich dieses kleine Würmchen an uns gekuschelt hat...)

Donnerstag, 13. Januar 2011

Abendliches Zubettbringen

Seit neuerdings ist die Frage des abendlichen Zubettbringens nicht mehr mit der Überlegung verbunden, wie zum Kuckuck man sich am besten davor drücken könnte. Niemand hat etwas gegen das Vorlesen, der Mann macht das sogar noch lieber als ich. Nein, bis vor Kurzem bestand das problem einfach darin, daß derjenige Vorlesende das Kind auch bis die Äuglein zufallen in den Schlaf begleiten "mußte". Im Extremfalle konnten das auch mal zwei Stunden sein, oder, im Falle des Ehemannes, der zu der Sorte Frühaufsteher und Früheinschlafer gehört, auch mal die ganze Nacht. Ich habe es oft nicht übers Herz gebracht (oder es einfach auch nicht geschafft), den schlafenden Schönen zu wecken.

Nun aber ist das Kind umgezogen: es wollte ins obere Bett. Ich weigere mich, oben herumzuturnen. So einfach ist das. Ich lese da oben nicht vor, weil es mir zu umständlich ist. Seitdem wird unten vorgelesen und oben mit Hörspielunterstützung eingeschlafen und somit die ganze Prozedur auf eine halbe Stunde gekürzt. Damit können wir alle gut lesen. Alles ohne Drama und ohne Geschrei und ohne Gezeter. Einfach so. Ausnahmsweise mal...

Das Kind weigert sich übrigens, seitdem das neue Hochbett im Zimmer steht, standhaft, zu uns ins Bett zu kommen. Lediglich morgens wird noch kurz in unser Bett gehüpft, gekuschelt und dann ab ins Zimmer zum Spielen geflitzt.

Unheimlich finde ich auch die neue Fähigkeit, sich stundenlang mit sich selbst zu beschäftigen. Zwar soll ich eigentlich mit zum Spielen, aber es ist auch o.K., wenn ich nicht komme. Und wenn ich da bin, bin ich überflüssig - er vergißt mich ganz einfach. Hm...Jetzt muß ich mir schon bald gemeinsame Aktivitäten einfallen lassen, nicht um das Kind zu beschäftigen, sondern um mich zu beschäftigen! Ich bin froh, wenn es wieder wärmer und trockener und generell spielplatztauglicher wird.

So, ich glaube, ich dränge mich dem Kind mal eben auf...
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