Freitag, 5. August 2011

Socca


 Da wir schon wieder bei den Rezepten sind: Mein neues Lieblingsrezept stammt, wie kann es auch anders sein, aus meinem neuen Buch. Socca ist, ähnlich wie die Farinata, ein aus Kichererbsenmehl gebackenes pfannkuchenähnliches Gebilde. Das originale Rezept schreit nach einem Holzofen, das Ottolenghi-Rezept wird einfach in der Pfanne gemacht, was aber nicht weniger gut schmeckt.
Es ist ein wenig aufwendig (ja, alte Rechtschreibung, ich weiß...), aber es lohnt sich. Man kann diese Pfannkuchenfladendinger mit allem Möglichen belegen, dieses Rezept hier jedenfalls verlangt nach gerösteten Zwiebeln und Ofentomaten - ich lasse aber die Haut immer schön dran, die mag ich nämlich :-).

Socca 
Ofentomaten
300 g Kirschtomaten, halbiert
Olivenöl

Die Kirschtomaten mit der Schnittseite nach oben in eine feuerfeste Form geben, mit ein wenig Olivenöl beträufeln, Salz & Pfeffer bestreuen und bei 130°C 25 Minuten im Ofen rösten - bei mir hat es allerdings deutlich länger gedauert, ca. 1 Stunde bis die Tomaten schön weich waren. (Noch lieber mag ich die Tomaten, wenn ich sie so mache - sie schmecken dann noch fruchtiger und saftiger. Aber da hätte ich auch früher dran denken sollen...)
Wenn die Tomaten fertig sind, herausnehmen und den Ofen auf 170°C stellen.

Geröstete Zwiebeln
800 g weiße Zwiebeln, in Ringe geschnitten
2 EL Olivenöl
2 EL Thymianblätter
1/2 TL Essig (ganz gewöhnlciher Haushaltsessig)

Die Zwiebeln mit den Thymianblättern bei hoher Hitze ca. 1 Minute in einer beschichteten Pfanne braten (ansonsten braucht man mehr Öl), dabei umrühren. Die Herdplatte auf mittlere bis niedrige Hitze schalten und die Zwiebeln unter gelegentlichem Rühren ca. 25 Minuten lang rösten. Am Ende mit dem Essig ablöschen und nach Geschmack salzen und pfeffern.


Für den Teig:
230 g Kichererbsenmehl (in Indienläden unter der Bezeichnung "Gram Flour" erhältlich)
450 ml Wasser
2 Eiweiß
1,5 EL Olivenöl
3/4 TL Salz
Pfeffer

Die Zutaten, bis auf die Eier, zu einer homogenen Masse schlagen. Das Eiweiß wird steif geschlagen und am Ende vorsichtig unter die Pfannkuchenmasse gehoben. Mit einem Pinsel Olivenöl in einer kleinen beschichteten Pfanne verstreichen und den Teig in die heiße Pfanne geben. Nach etwa 2 Minuten sollten sich bei mittlerer bis hoher Hitze Blasen auf der Oberfläche zeigen. Dann umdrehen und noch ein Minütchen weiterbraten lassen. Den Pfannkuchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit dem restlichen Teig so verfahren bis er leer ist. Logisch eigentlich.

Das Backblech mit den Pfannkuchen kommt noch mal ein paar Minütchen in den Ofen, danach werden die Zwiebeln und die Tomaten draufgehäuft und das Ganze noch mal 3, 4 Minuten im Ofen warmgemacht. Servieren mit einem Klecks Joghurt oder Crème fraîche.


Wer an den Rezepten interessiert ist, die Ottolenghi zaubert (ja, ich bin begeistert und ja, ich mache echt Werbung dafür), dann kann man auch einfach, wenn man das Buch nicht kaufen will, diese Seite besuchen und stöbern. Ottolenghi veröffentlicht seine Rezepte nämlich schon seit Jahren im Guardian. Leider nur auf Englisch.

Kommentare:

Demoiselle Libellule hat gesagt…

Yummy, das sieht sehr gut aus und klingt wirklich lecker, muss ich mir merken!

Liebe Grüße

Bea

Juliane hat gesagt…

Uiuiui, das sieht super aus und hört sich so gut an, dass mir das Wasser im Munde zusammenläuft. Da werde ich doch am Montag im Asialaden meines Vertrauens gleich mal Ausschau halten nach dem Kichererbsenmehl, denn die getrockneten Tomaten wollen ja verwendet werden :-))

Viele Grüße und schöner Tag noch,
Juliane

Susi Sonnenschein hat gesagt…

Ich war vor dem ersten Kochen ein wenig skeptisch, aber es ist wirklich lecker, finde ich. Nur aufwärmen läßt es sich gar nicht, dann werden die trocken - es ist nämlich eine Menge Teig. Also, ich würde sagen, für vier Personen als Hauptgang mit gutem Hunger. Dann kann auch die Menge an Tomaten und Zwiebeln erhöht werden, das war mir ehrlich gesagt zu wenig.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...