Donnerstag, 16. Juni 2011

Verwandtenbesuch-Schnipsel

So, wir sind zurück aus dem Norden und der erste Teil des Urlaubs ist zuende. Viel Urlaub war es ja nicht, was wir bisher hatten. Um ehrlich zu sein, bin ich bald reif für die Anstalt.

Die Beerdigung am Samstag war zum Glück keine, ich kann Beerdigungen nicht ab. Ein Trauergottesdienst für den Opa des Mannes. Schlimm genug, aber war zu ertragen. Der gute Mann ist immerhin 98 geworden.

Sonntag Nachmittag ging es direkt weiter zu meiner Verwandtschaft nach D. Der Mann hat sich am Montag aus dem Staub gemacht - er mußte arbeiten. Das Kind hatte danach genug Zeit, mich in den Wahnsinn zu treiben. Der Knilch hat sich von der aller-aller-schlimmsten Seite gezeigt. Insgesamt so schlimm, daß keine Minute Auszeit für mich übrigblieb. Nicht mal fotografieren konnte ich. Außerdem mußten etliche Kilo Johannisbeeren zu Gelee und Sirup verarbeitet werden. 16,5 Gläser Johannisbeerengelee und fast 3 Liter Sirup sind es geworden.

Jetzt die ewig lange Fahrt durch den Regen, Stau, die Dörfer mit einem Kind, das bei jeder Pause protestierend gebrüllt hat. Ich bin feddisch und reif fürs Irrenhaus - die Abfahrt heute morgen hat sich um mehr als eine Stunde verzögert, weil das Kind ein derartiges Theater gemacht hat, daß die Tante ernsthaft überlegt, ob wir wiederkommen dürfen. AAAHHHHH!

Ich hingegen habe mir ernsthaft überlegt, ob wir uns den Urlaubsstreß überhaupt antun sollen. Eine Woche mit Kind und Mann, die sich ewig und drei Tage in der Wolle sind, sind mir suspekt. Ich habe aber jetzt beschlossen, mich gar nicht mehr einzumischen, denn: der Mann ist erwachsen, er kann sich ganz alleine wehren. Wahrscheinlich ist meine Einmischung auch Teil des Problems. Gleiches ird in Zukunft für alle anderen Erwachsenen, die das Kind zur Wießglut bringt, gelten.

Ich bin übrigens so genervt, daß mich schon Kleinigkeiten vollkommen aus der Fassung bringen, so zum Beispiel die kleine Quengelei vorhin, weil das Kind (nach der anstrengenden Autofahrt) gefordert hat, daß ich mit ihm spiele. Ich bin laut geworden, war aber vollkommen überflüssig. War wohl ein wenig zu viel des schlechten Benehmens in den letzten Tagen...

Kommentare:

Ubakel hat gesagt…

Mm, wie ärgerlich. Hat dein Sohn seinen Uropa kennen lernen können?

War kein anderes Kind während des Urlaubes da? Ich sehe meinen Fünfjährigen bei einer Wanderung mit anderen Kindern kaum. Auf einmal klappt das mit dem alleine Laufen und der Beschäftigung. Vielleicht lieber keine Städtereise planen? ;-)

Susi Sonnenschein hat gesagt…

Den Uropa hat er kennengelernt, ganz kurz, aber da Opa schon ziemlich verwirrt war...nun, ich kannte ihn auch nicht sonderlich gut, daher bin ich jetzt nicht total geknickt oder so.

Ich denke, mit dem Sohn war es schlicht eine Kombination aus Aufmerksamkeit heischen und Langeweile. Keine anderen Kinder, er stand nicht im Mittelpunkt und leider hat auch keiner außer Mama mit ihm gespielt und ich kann nun auch nicht rund um die Uhr die Bespaßungsmaschine sein.
In Italien planen wir ohnehin keine Städtereise, ich will mich nicht vollends von meinen Nerven verabschieden! Wir wollen an den Lago d'Orta, wo der Mann eine Empfehlung für einen Campingplatz bekommen hat, und von da aus einige Ausflüge in die Landschaft, vielleicht eine Bootsfahrt und wenn ich ganz lieb bin ist auch ein Besuch in Mailand für mich drin. NUR für MICH!

Städtereisen werden wohl erst wieder möglich, wenn der Knilch zu erwachsen ist, um mit den Eltern in den Urlaub zu fahren und wenn der Mann nicht mitkommt...hach ja, noch mal mit dem Interrailticket durch Europa - das wäre ein Urlaub...! :-)

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